Credo (apostolisches Glaubensbekenntnis)

Seit dem Konzil von Konstantinopel 381 nC gibt es ein Glaubensbekenntnis, das fast alle christlichen Kirchen eint. Es weist falsche Aussagen über Jesus zurück und präzisiert das in der Bibel Gemeinte gegen eine falsche Auslegung vor dem Hintergrund griechischen Denkens und griechischer Sprache. Da aber heute 2000 Jahre später und in einer völlig anderen Kultur und Sprache wieder einiges mißverständlich klingt, will ich auf den folgenden Seiten in Kürze umschreiben, was die einzelnen Sätze meinen. Ich gebe hier nur das kürzere apostolische Glaubensbekenntnis wieder:

Ich glaube an Gott, den Vater,
den Allmächtigen, den Schöpfer des Himmels und der Erde,

und an Jesus Christus, seinen eingeborenen Sohn, unseren Herrn,
empfangen durch den Heiligen Geist,
geboren von der Jungfrau Maria,
gelitten unter Pontius Pilatus,
gekreuzigt, gestorben und begraben,
hinabgestiegen in das Reich des Todes,
am dritten Tage auferstanden von den Toten,
aufgefahren in den Himmel;
er sitzt zur Rechten Gottes, des allmächtigen Vaters;
von dort wird er kommen zu richten die Lebenden und die Toten.

Ich glaube an den Heiligen Geist,
die heilige katholische (grichisch = allgemeine) Kirche,
Gemeinschaft der Heiligen,
Vergebung der Sünden,
Auferstehung der Toten
und das ewige Leben.

Hier auch mal den Text des großen Credo, den alle christlichen Kirchen akzeptieren. Es ist auf das Konzil von Chalcedon 451 nC greifbar, soll aber auf das Konzil von Konstantinopel 381 nC zurückgehen, wo das Glaubensbekenntnis von Nikaia gegen den Arianismus präzisiert wurde.