Nach Seiner Auferstehung ist Jesus wieder in die Ewigkeit des Vaters heimgekehrt und bleibt mit uns im Hl. Geist verbunden. Die Rechte Gottes ist Symbol für den hervorgehobenen Ehrenplatz.
Von dort wird Er kommen zu richten die Lebenden und die Toten. Das Gericht ist das Offenbarwerden der Lebensentscheidung jedes Menschen (Joh 3, 16-19). Ob er in seinem Glauben oder wenigstens Taten (Mt 25) Zeugnis von der Liebe Gottes zu uns gegeben hat. Diese Entscheidung des Menschen ist dann unwiderruflich. Sie bedeutet dann entweder ewiges Sein in der Liebe Gottes (Himmel) oder ewiger Tod bis hin zur Auflösung ohne Erinnerung in Gottferne (Verdammnis). Weil die Ewigkeit Gottes absolut ist, fehlt ihr die Möglichkeit des Verweises auf eine andere Möglichkeit, die der Gottferne. Dadurch ist die Entscheidung des Menschen dann genauso unwideruflich.
Ewigkeit:
Es gibt eine gute und eine schlechte Vorstellung von Ewigkeit. Die schlechte ist: Es geht alles immer weiter. Selbst das
Schönste auf dieser Welt würde irgendeinmal langweilig werden. Dies kann also nicht die Ewigkeit Gottes meinen. Was dann?
Wenn wir sterben, sterben wir aus der Raum-Zeit hinaus hinein in ein unbegrenztes Jetzt. Dort ist die Vergangenheit und die
Gegenwart eins mit der Zukunft. Vergleichbar ist dies mit den schönsten Augenblicken in unserem Leben, die scheinbar
entzeitlicht sind. Auf alles, was ich mir als Mensch unter "Himmel" vorstellen kann, würde ich dankend verzichten.
Oder um ein anderen Vergleich für Himmel und Hölle zu haben:
Hölle ist alles, was ich mir wünsche. (mein absoluter Egoismus)
Himmel ist alles, was Gott für mich vorgesehen hat. (Seine ewige Liebe)