Klassisch redet man von drei Jahren Verlobungszeit in der Kirche. Das ist eine Empfehlung kein Muss, Es hat sich aber für eine Vielzahl von Fällen als gut herausgestellt. Die Grundidee der Verlobung ist, dass man bewusst mit dem Gedanken geht: "Wir werden in drei Jahren heiraten". Dann schauen, wie es sich damit lebt. Was sind die Dinge, die mich am anderen anziehen, was die Dinge, die mich stoeren? Kann ich damit leben? Angesichts der sich nähernden Frage nach dem endgültigen Ja, sollte man sich immer wieder auch mal die Frage stellen, ob sich im Hintergrund ein Friede ausbreitet oder sich mir langsam der Hals zuschnürt. Das ist in der Verlobung immer wieder mal bedenken. Wenn man hier noch etwas ändern muss an der Beziehung, sollte das Wichtigste vor der Hochzeit geschehen.
Ein zweiter wichtiger Themenkreis wir sein: Wie will ich mit Anfechtungen umgehen, die kommen werden, sei es in Form von Gelegenheiten, sei es in Form von neuer Verliebtheit oder auch von verbotenen Gedankenspielen, die sich dann irgendwann bei einer Gelegenheit materialisieren. Es ist gut, solche Krisen schon mal erlebt zu haben, weil man sich in den "Hochzeiten" gern einmal über die eigene Festigkeit im Guten täuscht.
inklusive Fragen nach dem gemeinsamen Namen, der Kindererziehung und der regelmäßigen Reflexion...
Der Sinn dieser langen Zeit ist, dass ich meine Natürlichkeit vor dem anderen angesichts eines Ja's bis
zum letzten Ausatmen entwickeln kann. Das enthält auch die Frage, was ich alles besprechen kann. In der
Regel wird es immer Bereiche geben, die ich selbst mit meinem Partner nicht bespreche (und das ist manchmal
gar nicht bewusst). Ihr solltet aber ins Auge fassen, dass ihr das, was ihr wollt und das, was ihr nicht
wollt, klar benennt, vor allem dann, wenn ihr den Eindruck habt, das Schweigen über bestimmte Bereiche
entfremdet euch. Das wird vor allem dann der Fall sein, wenn sich Lebensumstände ändern, unter Stress,
Schwangerschaft, wenn die Kinder klein sind, verändert sich oft das ganze Lebensgefüge so, dass man sich
selbst Rechenschaft geben sollte, wie es um einen und die Partnerschaft steht.